Der Red Dress Day am 5. Mai ist der nationale Gedenktag in den USA und Kanada, um der Tausenden an verschwundenen und ermordeten Indigenen Frauen und Mädchen (Missing and Murdered Indigenous Women and Girls, MMIWG) zu gedenken, welche Opfer eines systemischen Rassismus wurden und werden. Diese Feminizide sind die Folgen eines anhaltenden Kolonialismus, welche Kanadas nationale Untersuchungs-kommission in ihrem Bericht 2019 als Völkermord bezeichnete, denn die Morde an Indigenen Frauen und Mädchen zerstören Kultur und Überleben Indigener Völker und Gemeinschaften.
Initiiert wurde die Kampagne 2010 von der Metis-Künstlerin Jaime Black, welche mit Installationen von roten Kleidern auf die Leerstelle verweisen wollte, welche die verschwunden und ermordeten Indigenen Frauen und Mädchen hinterlassen.
Der Vortrag von Monika Seiller erläutert die aktuelle Situation und die Hintergründe.
Vortrag: 05.05.2026 um 19:00 Uhr
Eine-Welt-Haus, Schwanthalerstraße 80, München
Eintritt: frei
Veranstalter: Aktionsgruppe Indianer & Menschenrechte e.V.