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Internationaler Tag gegen Gewalt gegen Frauen
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Todesursache: weiblich und indigen Menschenrechtsorganisationen fordern Kanada zum „Internationalen Tag gegen Gewalt gegen Frauen“ zu entschiedenem Handeln zum Schutz der Indianerinnen auf In seiner Erklärung zum Internationalen Tag gegen Gewalt gegen Frauen, der vor genau einem Jahrzehnt von den Vereinten Nationen ausgerufen wurde, um auf die Bedrohung der Frauen weltweit durch Diskriminierung und Gewalt aufmerksam zu machen, erklärte UN-Generalsekretär Ban Ki-moon, es sei „unbedingt erforderlich, die Wurzeln der Gewalt zu bekämpfen, indem wir Diskriminierung beseitigen...“ Als Beispiel anhaltender Diskriminierung und Gewalt nennen die Vereinten Nationen die Situation der indigenen Frauen in Kanada: „Frauen indigener Gruppen in Kanada sterben mit einer fünf Mal höheren Wahrscheinlichkeit an den Folgen von Gewalt als andere Frauen desselben Alters.“ In Kanada sind indigene Frauen nach wie vor Opfer von Gewalt, deren Ursache in einem „systematischen Rassismus“ (James Anaya, UN-Sonderberichterstatter für indigene Völker) der Gesellschaft begründet ist. In den vergangenen drei Jahrzehnten wurden über fünfhundert indigene Frauen als vermisst oder ermordet gemeldet. Die Fälle sind ausführlich in Untersuchungen von amnesty international, der Native Women Association of Canada, aber auch der kanadischen Regierung dargelegt. Es handelt sich dabei keineswegs um ein Problem von Einzelfällen, sondern um systematische Gewalt gegen jene, die als Indigene und als Frauen gesellschaftlicher Missachtung ausgesetzt sind. Solange die Gesellschaft von Diskriminierung geprägt ist und die Regierung keine ausreichenden Maßnahmen unternimmt, um die Lebensbedingungen der Indigenen zu verbessern, wird sich diese Situation nicht ändern. Die indigenen Frauen werden zu Opfern, weil ihnen die Gesellschaft Würde und Respekt verweigert. Die Regierung von Premier Stephen Harper versprach zwar, „Maßnahmen“ zum Schutz der indigenen Frauen zu ergreifen, doch bislang wurden die Hoffnungen auf effektiven Schutz und konsequente Verfolgung der Straftäter enttäuscht. Statt sich für die Überwindung von Diskriminierung und Rassismus in der kanadischen Gesellschaft einzusetzen, verhöhnte Premier Harper die Rechte der Indigenen, als er jüngst beim G20-Gipfel im amerikanischen Pittsburgh behauptete, Kanada habe „keine Geschichte des Kolonialismus“. Angesichts der Vertreibung und des Völkermords, der Geschichte der Unterdrückung und der anhaltenden Ausbeutung und Zerstörung indigenen Landes und der Ressourcen ist dies ein ungeheurlicher Affront gegen die Ureinwohner Kanadas. Die Aktionsgruppe Indianer & Menschenrechte e.V. – wie auch zahlreiche Menschrechtsorganisationen im In- und Ausland - fordert die kanadische Regierung auf, endlich ein klares Bekenntnis zu den Rechten der indigenen Völker abzulegen. Vor zwei Jahren verabschiedete die UN-Vollversammlung die Deklaration der Rechte der Indigenen Völker – gegen die Stimme Kanadas. So lange die kanadische Regierung die Deklaration nicht unterzeichnet, ist ihr Bekenntnis zu Menschenrechten wertlos.
Siehe auch "Stolen Sisters" Monika Seiller
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